Kindheit und Jugend in der DDR

Mit diesem Thema zog am Mittwoch, 30.10., die ostfriesische Pastorin Elske Oltmanns 30 Seefelder Landfrauen in ihren Bann.

Ihren Vater hatte es aufgrund seines Berufes – er war Gynäkologe – von Ostfriesland nach Ostberlin verschlagen, wo er seine Frau kennenlernte. 1957 wurde Elske Oltmanns als älteste von drei Geschwistern in Quedlinburg geboren. Als Arztfamilie genossen sie einige Privilegien, wie ein Auto, Telefon und eine große Wohnung, und so wuchsen die Kinder behütet und glücklich auf. Trotzdem fühlte sich die Familie in der DDR nicht heimisch. „Wenn wir von Zuhause sprachen meinten wir Ostfriesland“, so Elske Oltmanns.

Wegen ihrer Namen, ihrer Verbindungen in die alte Heimat und ihres Festhaltens am christlichen Glauben galten sie in ihrer Umgebung als „Exoten“. Das änderte sich auch nicht, als Elske während der Grundschulzeit gegen den Willen der Eltern den jungen Pionieren beitrat. Die junge Elske war später die einzige an ihrer Schule, die konfirmiert wurde und nicht zur Jugendweihe ging.

Sie und ihre Schwester wurden in Ostfriesland christlich getauft, als 1961 die Taufe des jüngeren Bruders anstand, war das nicht mehr möglich. 1967 starb die geliebte Großmutter in Bunde, doch es gab keine Ausreisegenehmigung für die Oltmanns.

Wie ihr Vater wollte Elske Medizin studieren. Sie wurde wegen ihrer sehr guten Schulnoten und ihres sozialen Engagements zum Abitur zugelassen, obwohl man nicht der Arbeiter- und Bauernklasse angehörte.

Aber im Januar 1975, kurz vor dem Abitur, sollte sich ihr Leben von einem auf den anderen Tag ändern. Wie sich herausstellte, war die Familie von der Stasi übewacht worden, die ganze Wohnung war verwanzt.  Die Eltern wurden beide verhaftet, die Wohnung wurde durchsucht und verwüstet und die drei Geschwister zunächst beim Nachbarn untergebracht. Ein paar Tage später wurde auch die 17-jährige Elske von vier „Herren in Ledermänteln“ von der Schule weg verhaftet. Sie kam in den „Roten Ochsen, das Gefängnis in Halle, in U-Haft. Sie wurde verhört, musste sich entkleiden, wurde durchsucht und bekam Häftlingskleidung. Dann wartete sie 12 Wochen in Einzelhaft auf ihre Verhandlung. Am Verhandlungstag sah sie ihre Eltern wieder, die gebrochen und abgemagert waren.

Alle wurden wegen staatsfeindlicher Verbindungen und subversiver staatsfeindlicher Tätigkeiten verurteilt, die Mutter zu 1 Jahr und 4 Monaten Strafvollzug in Halle, der Vater zu über zwei Jahren in Cottbus und Bautzen.

Elske kam nach Hoheneck in Stollberg, wo sie ursprünglich für über zwei Jahre einsitzen sollte. Wieder gab es entwürdigende Durchsuchungen und die langen Haare wurden ihr abgeschnitten. Sie kam mit 14 anderen Frauen in eine Zelle. Es gab weder Waschgelegenheiten noch Stühle für alle. Die zwei vorhandenen WC’s mussten sie sich mit den Frauen aus der Nachbarzelle teilen. Die Frauen mussten in drei Schichten arbeiten. Elske Oltmanns kam in die Strumpfnäherei. Täglich gab es einen Hofgang. Als der an einem heißen Sommertag entfallen sollte, legte Elske Protest ein. Als Folge brachte man sie in eine Dunkelzelle, die auch noch geflutet wurde.

 Einige Zeit später starb der Vater aus bis heute ungeklärtem Grund. Elske und ihre Mutter wurden aus der Haft entlassen. Sie stellten über 2 Jahre Ausreiseanträge, der achte wurde schließlich bewilligt.

„Mich wundert, dass ich wieder fröhlich bin!“ war der Untertitel zu diesem bewegenden Vortrag. Frau Oltmanns ist heute Pastorin in Baknang. Ihr christlicher Glaube und ihr Humor haben ihr geholfen, diese Erlebnisse zu verarbeiten.


Auf nach Hamburg

Nach Hamburg führte am 02.10.2019 ein Tagesausflug der Seefelder Landfrauen. Auf dem Programm stand zunächst eine Rundfahrt mit dem Amphibienbus,  der sowohl auf der Straße als auch imWasser fahren kann. Es ging durch die Speicherstadt und die Hafencity, dann weiter auf der Elbe. Hier sahen die rund 30 Teilnehmerinnen u. a. das zweitgrößte Sturmflutsperrwerk Deutschlands. Zu Mittag stärkten sich alle mit Pasta und Pizza in einem italienischen Restaurant, bevor es zur Elbphilharmonie ging, dem neuen Wahrzeichen Hamburgs.


Die Landfrauen bekamen eine Führung um das beeindruckende Bauwerk und auf die Besucherplattform, von wo aus man einen wunderschönen Ausblick auf den Hafen und die Stadt hat. Danach war noch etwas Zeit zur freien Verfügung, bevor es mit dem Bus zurück „in die Heimat“ ging.


Schnupperabend mit Reisebericht und Büffet

Es ist schon Tradition geworden, dass eine der ersten Veranstaltungen im neuen Landfrauenjahr in Seefeld der „Schnupperabend“ ist, den interessierte Frauen nutzen können, um den Verein kennen zu lernen. Davon wurde auch am 04.09.19 wieder Gebrauch gemacht und es konnten zwei neue Mitglieder begrüßt werden.

Nach einem reichhaltigen, von den Landfrauen selbst gestalteten Büffet, berichteten Gesche Gloystein und Dennis Springer ein weiteres Mal von ihrer 13-monatigen Weltreise. Die beiden waren schon im vergangenen Jahr bei dem Verein zu Gast und ihr Reisebericht in Wort und Bild war sehr gut angekommen. Da ein Abend nicht ausgereicht hatte, um die vielen Reiseerlebnisse zu schildern, waren die beiden noch einmal herzlich willkommen.

Diesmal nahmen sie ihre Zuhörerinnen zunächst mit nach Laos. Von dort aus waren sie mit dem Bus nach Vietnam gereist. In Thailand beeindruckten sie besonders die Elefanten im Nationalpark. Sie berichteten über Malaysia und über Bali. 10 Tage hatten sie im paradiesischen, aber amerikanisch teuren Hawaii verbracht. Zum Schluss erzählten sie über Costa Rica, wo es viel Natur gibt und kein Millitär.


Radtour durchs Butenland

Am 07.08.19 machten wir uns mit 22 Frauen auf ihren Stahlrössern auf den Weg, daß Butenland zu erkunden.

Nach dem ersten Zwischenstop bei Monika wartete Gästeführerin Annegret Martens auf uns, um uns um und in der frisch renovierten Langwarder Kirche viel über dieses imposante Bauwerk zu erzählen.

Dem Besuch beim Langwarder Melkhus folgte ein Spaziergang über den Bohlenweg im Langwarder Groden, wo wir uns kräftig den Wind um die Nase wehen ließen.

Danach genossen wir die Teezeit im Langwarder Teekontor, und auch das ein oder andere Päckchen Tee machte sich mit auf den Heimweg  nach Seefeld. Nach dem etwas nassen Rücktour gab es bei Heike zum Abschluß noch eine leckere Bratwurst.



HEIDELBERG,...

... die Stadt mit dem weltberühmten Schloss und Deutschland ältester Universität war vom 12. bis 16. Juni 2019 das Ziel von 28 LandFrauen aus Seefeld.

Neben einem Rundgang durch die geschichtsträchtigen Altstadtgassen und der Besichtigung des Schlosses stand auch eine Fahrt mit dem Solarschiff auf dem Neckar sowie ein Ausflug zum Schloss Schwetzingen mit seinem Park auf dem Programm.

Sehr beeindurckend war auch die Flugschau in der Falknerei "Tinnunculus", bei der die Landfrauen die Greifvögel hautnah erleben konnten.

Zum Abschluss der Fahrt gab es noch einen weiteren Höhepunkt mit dem Besuch der Operette "Die lustige Witwe". 

Insgesamt hatten die Landfrauen 5 schöne Tage.


WAS PASSIERT HINTER DEN BRETTERN, DIE DIE WELT BEDEUTEN...?

Das wollten über 40 Frauen aus Seefeld und umzu am 29.03.2019 herausfinden und machten sich dafür auf den Weg zum Stadttheater Bremerhaven. Hier werden Opern, Operetten, Musical, Schauspiel und Tanztheater aufgeführt.

Bei der Führung erfuhren wir viel über die Arbeitsplätze  im Hintergrund der drei Bühnen  Großes Haus, Kleines Haus und Pferdestall. Wir sahen die Maske, Malerei, Schneiderei, Schlosserei  und Tischlerei, den Orchesterproben- und Ballettsaal und die Nebenbühne. Dabei hat wohl keiner den Überblick über die Räumlichkeiten behalten, und überall gab es interessante Requisiten zu entdecken.

Nach dieser sehr interessanten Führung und einem gemeinsamen Abendessen sahen wir das Musical 'Sunset Boulevard' von Andrew Lloyd Webber.

Hier konnten wir dann auch einige dieser Exponate vom Nachmittag auf der Bühne wieder entdecken - z.B. die grünen Schuhe, die Showtreppe und das Chaiselongue.



Jahreshauptversammlung

 Mara Duckstein, Ilona Fritz, Gabriele Ackermann, Christine Timmermann, Katja Grashorn, Elke Gerdes, Petra Warns und Heike Barre.

Blumen bekamen an diesem Abend Ingrid Gertjegerdes und Gisela Boelen als Dank für ihren Einsatz im Fachausschuss für Familie und Gesellschaft.

Der Landfrauenverein Seefeld hat 111 Mitglieder. Mit ihren vielen Aktivitäten und Veranstaltungen bringen sie sich auch in die Dorfgemeinschaft ein. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung spätestens dann deutlich, als Schriftführerin Elke Gerdes das Programm des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren ließ. Heike Barre erinnerte in ihrem Bericht dann an die Termine der Vorstandsriege, zu der auch Gabriele Ackermann und Petra Warns gehören. Anke Diers-Hesemeyer informierte über ihre Teilnahme an dem Fachausschuss „Landwirtschaft und ländlicher Raum“

Neben den Berichten standen in diesem Jahr auch einige Ämter zur Wahl. Die Schriftführerin Elke Gerdes wurde in ihrem Amt bestätigt, ebenso wie das Vorstandsmitglied Petra Warns.

Den Fachausschuss für Familie und Gesellschaft haben in den vergangenen Jahren Ingrid Gertjegerdes und Gisela Boelen besucht. Sie gaben diese Aufgabe allerdings nun ab und wurden mit herzlichen Dankesworten verabschiedet. Ihre Nachfolgerinnen sind Katja Grabhorn, Mara Duckstein und Ilona Fritz.


Zum Abschluss informierte Heike Barre die Anwesenden noch über die in den nächsten Monaten bevorstehenden Termine der Seefelder Landfrauen. Erneut werden Vorträge über Gesundheit und gesellschaftliches Leben auf dem Programm stehen.

Auch eine Fahrradtour ist wieder geplant sowie ein Schnupperabend. Dieser sei im vergangenen September sehr gut angekommen, freute sich Heike Barre. Beliebt waren auch die Bewegungskurse „Trittsicher“, die auch in diesem Jahr wieder stattfinden werden.

Als nächsten Termin sollten sich die Landfrauen in Seefeld allerdings den 21. März im Kalender anstreichen. Dann starten die Mitglieder zu einem Theaterbesuch nach Bremerhaven. Dort erhalten sie durch eine Führung auch Einblicke hinter die Kulissen des Theaterbetriebs.

Am 25. April steht ein Tagesausflug mit Schlossbesichtigung nach Jever an. Die Fünf-Tages-Tour wird in diesem Jahr vom 12. bis 16. Juni stattfinden. Sie führt die Landfrauen nach Heidelberg.

Nach den Regularien referierte Anne Kreiling aus Oldenburg darüber, wie wir unser Leben entrümpeln können. Die Oecotrophologin ist Mitarbeiterin der Landwirtschaftskammer Weser-Ems.

 

Bericht und Bild: Gabriele Ittmann, NWZ 08.03.2019


Wein und mehr...

Zu Wein und mehr hatten die LandFrauen Seefeld am Mittwoch den 20.Februar in das Dorfgemeinschaftshaus Seefeld eingeladen. Mehr, das war selbstgebackener Zwiebelkuchen. Für den Wein war Rudolf Fauth (Dipl.Ing. für Weinbau und Kellerwirtschaft) aus Udenheim angereist.

 

Die Familie Fauth betreibt seit 1732 Weinbau in Rheinhessen und füllt nur selbstangebaute Weine ab. Rheinhessen gehört wegen seines Bodens und dem milden Klima zu einem der größten Weinbaugebiete Deutschlands. Auf 2/3 der Fläche des Weingutes stehen weiße Rebsorten wie z.B. Riesling, Silvaner, Chardonnay oder Scheurebe. Dies spiegelte sich auch in der Weinprobe wieder. Aber auch Rotweine aus den Rebsorten Merlot und Dornfelder gehörten dazu.

 

In seiner launigen Art erklärte Herr Fauth bei jedem Wein etwas zur Herstellung, zum Profil, bei welcher Gelegenheit er am Besten getrunken und bei welcher Temperatur man in sevieren sollte. Der 2018 wird wohl etwas mehr Alkohol haben, da die Trauben durch die viele Sonne etwas mehr Zucker haben. Aber auch Weine aus den Jahren 2016 und 2017 waren zu verkosten.

 

Fotos: LandFrauen Seefeld;  weiter Infos: www.weingutfauth.de

 



Um die Welt in 13 Monaten...

...reisten die Seefelder Landfrauen am 16. Januar mit Gesche Gloystein und Dennis Springer. Die beiden waren von September 2015 bis November 2016 als „Rucksack-Touristen“ um die Welt gereist und berichteten im Dorfgemeinschaftsraum Seefeld in Wort und Bild über ihre Erlebnisse. Zuvor stimmten sich die über 40 Anwesenden mit einem würzigen Ingwertee aus orientalisch gemusterten Gläsern auf den Vortrag ein.

Während Gesche Gloystein äußerst lebendig von der Reise erzählte, zeigte Dennis Springer beeindruckende Bilder und sorgte für die passende Musikuntermalung.

In ihrem Bericht gingen beide besonders ein auf Myanmar, Kambodscha, Neuseeland, Australien, Kanada und Cuba. Die beiden waren nicht auf „touristischen Pfaden“ gewandert und hatten Wert darauf gelegt, mit den Menschen in Kontakt zu kommen und an deren Leben teilzunehmen. So gaben sie beispielsweise Englischunterricht in einem Dorf in Kambodscha oder lebten und arbeiteten in Neuseeland auf einer Farm.

Als Folge der Reise, so Gesche Gloystein, hätten sie mehr Hochachtung vor den fremden Menschen und ihren Kulturen bekommen und eine höhere Wertschätzung für unser gutes Leben.

Es gibt einen Blog unter www.vonhierbisirgendwo.wordpress.com , wo Interessierte mehr über die Weltreise nachlesen können.

Gesche und Dennis mit neuen Freunden in Kratie-Kambodscha beim Essen....

 

Bilder: Dennis Springer

....beim Säubern des Trinkwasserreservoirs in Nelson Kanada...

 ...und mit neuen Freunden in Nakusp Kanada.



Unsere diesjährige Weihnachtstour führte uns ins Museumsdorf Cloppenburg.

Gestärkt durch leckere Erbsensuppe machten sich 38 Frauen aus Seefeld und umzu auf den Weg, um die vielen Stände mit netten qualitätsvollen und handgefertigten Dingen zu entdecken. Wir trotzden dem Nieselregen und schlenderten von Haus zu Haus und Hof zu Hof, um hinter jeder Tür kleine und feine, originelle  und kreative Geschenkideen zu entdecken. Auch alte Nutztierrassen und altes Handwerk wurden ausgestellt.

In den historischen Gebäuden waren alle diese Dinge sehr geschmackvoll in Szene gesetzt und machten das Besondere von diesem Weihnachtsmarkt aus. Somit kehrten alle zwar etwas nass und durchgefroren, aber zufrieden und mit der einen oder anderen  Kleinigkeit in der Tasche nach diesem schönen Tag nach Seefeld zurück.

 



Imkerei heute

Zum Thema „Imkerei heute – Bedeutung für Mensch, Natur und Umwelt“ hatten die Landfrauen Seefeld Maria Rieken zu Gast. Die Imkermeisterin aus Schweiburg betreibt zusammen mit ihrem Mann eine von nur 700 Berufsimkereien in Deutschland.

Der Honig der 200 Bienenvölker wird im Geschäft in Schweiburg und auf Märkten in der Region direkt vermarktet. Dazu gibt es einen Handel mit Imkereibedarf , u.a. auch mit Bienenköniginnen, die Frau Rieken selbst züchtet. Außerdem engagieren sich die Beiden in der Ausbildung von Berufsimkern in Celle und von Hobbyimkern in der Region.

Die Bienenvölker werden von Fehmarn bis Cottbus zum Nektar sammeln aufgestellt. Es ist in den letzten Jahren jedoch ein Wandel in der Natur zu beobachten, so dass viele Sorten (Trachten) nicht mehr nacheinander blühen sondern gleichzeitig (z.B. Apfel und Raps). Noch größere Probleme bereitet der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Bienendiebstahl.

Frau Rieken erklärte den Zuhörerinnen wie es durch die Blütenstetigkeit der Bienen zu sortenreinem Honig kommt, den Unterschied zwischen Sommer- und Winterbienen und zeigte anschaulich wie die Technik auch in den Alltag des Imkers Einzug gehalten hat. Ohne diese könnten die großen Mengen an Honig nicht verarbeitet werden.

 

Für die Landfrauen war es ein sehr interessanter und informativer Abend.


"Die Helios-Klink stellt sich vor",

so lautete das Thema am 17.Oktober bei den Seefelder LandFrauen. Als Referenten waren hierzu Christoph Reiprich, Pressesprecher und Zuständiger für die Öffenlichkeitsarbeit der Klinik, und Fenja Geers, Assistentin der Geschäftsleitung, ins Dorfgemeinschaftshaus Seefeld gekommen.

 

Bevor die beiden mit ihrem vorbereiteten Vortrag begannen, forderten sie die Anwesenden auf, zu sagen, was sie besonders interessierte. Es wurde nach dem Pflegenotstand und der Ausbildung in der Klinik gefragt. Christoph Reiprich berichtete, dass in diesem Jahr 6 Gesundheits- und Krankenpfleger ihre Ausbildung begonnen haben.

Die beiden Refefenten erläuterten, dass Helios zum Gesamtkonzern Fresenius gehört, und 87 Kliniken, 89 Versorgungszentren und 10 Präventionszentren in Deutschland unterhält.

Die Landfrauen erfuhren dann einiges über das Krankenhaus in Esenshamm mit seinen 8 Fachabteilungen, 5 Stationen und 3 OP´s. Der Rohbau war 2014 von der Rhön übernommen und 2017 fertiggestellt und eröffnet worden.

Die beiden Referenten gingen gern auf Zwischenfragen der Anwesenden ein, so hatten die LandFrauen einen sehr informativen Abend.

Text: Elke Gerdes Foto: Gabriele Ackermann


Bei den Landfrauen fliegen die Funken

An zwei Samstagen haben die Seefelder Landfrauen in der örtliche Metallbaufirma Schubert einen Schweißkurs angeboten. Jeweils 6 Metallbau-Neulinge wurden in die verschiedenen Schweißtechniken eingewiesen und konnten zuerst an kleinen Probestücken üben.

Dann ging es an die Produktion unserer Gartenstecker: jeweils 5  Hufeisen wurden zu einer Blume zusammen gefügt und zieren nun unsere Gärten. Alle waren mit Feuereifer dabei und freuen sich über die selbstgemachte Deko.

 

Lesen Sie auch hier den Artikel in der NWZ über diese tolle Aktion.


Schnupperabend

Die erste Veranstaltung im neuen Programm ist bei den Seefelder Landfrauen schon seit einigen Jahren ein Schnupperabend.

Dazu sind neben den Mitgliedern Frauen eingeladen, die den Verein kennen lernen möchten. Es gibt ein leckeres Abendbrotbufett und einen interessanten Vortrag.

In diesem Jahr, am 19. September, hatten die Landfrauen die Diplom-Sozialpädagogin Elisabeth Windhorst aus Reitland zu Gast.

Sie stellte zunächst sich und ihre Arbeit vor.

Zum Thema „Auf den Blickwinkel kommt es an“ hielt sie dann einen sehr unterhaltsamen Vortrag. Anhand von vielen Beispielen zeigte sie auf, dass jeder selber mit entscheidet, wie stark ihn ein Problem betrifft. Ist etwa eine schlechte Schulnote wirklich das Schlimmste, was passieren kann? Oder ist eine Krankheit nicht viel schlimmer? Der Blickwinkel bedeutet auch: Wie sehe ich mich selbst, wie andere? Es ist wichtig, die eigenen Stärken zu kennen und die Schwächen zu akzeptieren.

Rund 50 Landfrauen und Gäste hatten einen interessanten Abend. Zum Abschluss durfte jede einen Blick in ein Schatzkästchen werfen, um das Wichtigste im Leben zu sehen…


Jahreshauptversammlung 2018

v.l.: Heike Hommers (ehemalige Vertrauensfrau), Elke Gerdes (Schriftführerin), Bärbel König-Riesner (Referentin), Beate Schierloh (neue Vertrauensfrau), Petra Warns, Gabriele Ackermann (beide Vorsitzende), Christine Timmermann (Kassenführerin) und Heike Barre (Vorsitzende).

 

NWZ 28.03.18, Bild: Dennis Weiß

 

Der Landfrauenverein Seefeld führte am 14. März seine Jahreshauptversammlung durch.

Zunächst gab es einen Rückblick auf die vielfältigen Aktivitäten im Jahr 2017. Herausragende Veranstaltung war die 4-Tages Fahrt nach Weimar, besonders im „Lutherjahr 2017“ sehr interessant. Aber es hatte auch Tagestouren, einen Theaterbesuch, einen Weihnachtsmarktbesuch und viele Vorträge gegeben. Der Vorstand freute sich, sieben neue Mitglieder begrüßen zu können. Auch für 2018 gibt es schon drei Neuanmeldungen.

Es folgten die Wahlen. Als Kassenprüferin schied nach zwei Jahren Margot Ankermann aus. Dafür wurde Antje Hedemann von der Versammlung einstimmig gewählt. Alle drei Jahre steht eine der drei Vorsitzenden zur Wahl. Diesmal war es Gabriele Ackermann, die einstimmig in Ihrem Amt bestätigt wurde. Das gleiche galt für die Kassenführerin Christine Timmermann. Außerdem hatte Vertrauensfrau Heike Hommers ihr Amt abgegeben. An ihre Stelle tritt Beate Schierloh.
Unter Tagesordnungspunkt Verschiedenes wies Vorsitzende Heike Barre auf die nächste 4-Tages Fahrt mit Ziel Heidelberg vom 12. – 16. Juni 2019 hin.
Nach dem offiziellen Teil machte Bärbel König-Riesner aus Reitland Lust auf Sommer und Garten. Ihr Vortrag hieß „der Hofstaat der Blumenkönigin“ und handelte von Begleitstauden für Rosen. Sie stellte verschiedene Rosenarten vor und erläuterte, dass Rosen auf unserem Marschboden gut wachsen. Die Stauden stellen aber zum Teil andere Ansprüche an den Boden. Zum Beispiel wird gerne Lavendel zu den Rosen gepflanzt, weil er Blattlausbefall vorbeugt. Er benötigt aber einen kalkigen, steinigen Boden. Die Pflanzstelle sollte also entsprechend vorbereitet werden oder der Lavendel in unauffällige Töpfe gesetzt werden. Die Beete sollten gut strukturiert sein, die Rose nicht von den Stauden unterdrückt werden und die Farben sollten zueinander passen. Schön wäre, wenn Stauden und Rosen unterschiedliche Blühzeiten haben.


Wintergemüse: Wo die guten Vitamine drin sind

Probieren geht über Studieren: Nach diesem Motto ging es bei der jüngsten Zusammenkunft des Landfrauenvereins Seefeld im Dorfgemeinschaftshaus zu. Die diplomierte Ökotrophologin Monika Schürmann-Gautzsch aus Varel sprach über „Wintergemüse – Unsere Fitmacher“.

Doch grau ist alle Theorie. Und deshalb hatte die Referentin schon vor der Zusammenkunft Rezepte bereitgestellt, aus denen die Landfrauen ein leckeres Buffet zusammengestellt hatten. Unter anderem gab es Grünkohlsuppe, Steckrüben-Zwiebel-Auflauf, Fenchelsalat und Rüblitorte. In ihrem Vortrag zeigte Monika Schürmann-Gautzsch, dass eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung aus heimischem Gemüse alle Stoffe enthält, die der Mensch braucht, um in der kalten Jahreszeit vor Krankheiten gewappnet zu sein.

Sämtliche Abläufe im Körper werden durch Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe geregelt. Um ausreichend versorgt zu sein, sollte Gemüse zu jeder Mahlzeit gehören, ein Teil davon möglichst nicht erhitzt. Rohes sollte vor dem erhitzten Anteil gegessen werden. Wichtig sei, langsam zu essen und zu kauen.

Regionale, der Jahreszeit entsprechende Produkte sollten bevorzugt werden. Unter und über der Erde gewachsene Gemüse sollte kombiniert werden. Die Auswahl sollte möglichst abwechslungsreich sein und unterschiedliche farbige Gemüsesorten in einer Mahlzeit enthalten.

Monika Schürmann-Gautzsch gab auch Tipps zur Zubereitung von Gemüse. Es sollte nur so klein wie nötig geschnitten und nicht unnötig lange warm gehalten werden. Frische Kräuter sollten möglichst vielen Speisen beigegeben werden, würzige Gemüse wie Meerrettich und Pastinake erst ganz zum Schluss untergemischt werden.

Zusammen mit ausreichend Bewegung, Flüssigkeit und Schlaf stabilisiere gute Ernährung das Immunsystem, sagte die Referentin ihren 60 Zuhörerinnen.

NWZ, 30.11.2017