Ein schöner Halbtagesausflug führte uns in diesem Jahr nach Ovelgönne zur Stiftung Lebensräume Ovelgönner Mühle.

Einige Teilnehmerinnen fuhren  mit dem Fahrrad, andere stießen direkt bei der Mühle zur Gruppe.

Frau Ilka Morr begrüßte die große Runde im großen Gruppenraum und erzählte von den Anfängen und der weiteren Entwicklung der Organisation. Man konnte sich ein Zimmer einer Bewohnerin ansehen, dann ging es nach draußen in den landwirtschaftlichen Teil. Der besteht aus einer Streuobstwiese, Sträuchern Gemüsebeeten, Hühnerstall uvm. Dabei sahen sie sich auch das von der Landjugend Strückhausen in einer 72 Stunden Aktion hergerichtete Kükenmobil und den barrierefreien Rundweg an.

Weiter ging es zur Wäscherei und Töpferei wo Frau Morr uns auch einige Mitbewohner und -arbeiter vorstellte. Kurz über die Straße, im König von Griechenland, der auch von der Lebensgemeinschaft betrieben wird, gab es dann Kaffee, Tee und leckeren Kuchen

Der krönende Abschluss dieses Tages war der Grillabend auf dem Hof von Alke Feise-Addicks, wo in lockerer Runde geklönt und über das Gesehene und Gehörte gesprochen wurde. Als dann gegen späteren Abend ein leichter Landregen einsetzte, machten sich alle nach diesem gelungenen Ausflug auf den Heimweg. 


Zu einem weiteren Halbtagesausflug fuhren wir am 15.08.2019 in Fahrgemeinschaften zum Hof Butendiek in Seefeld..

Dort wurden wir von Elisabeth Bruns empfangen, sie erläuterte zunächst die Geschichte des Hofes, der sich seit ca 80 Jahren im Familienbesitz befindet.

Seit 30 Jahren führen  ihn Maike und Jürgen, inzwischen mit allen vier Kindern.

Angeschlossen bei Bioland und keine Möglichkeit, ihre Milch bei einer Biomolkerei zu vermarkten, wurde in der Küche experimentiert und ausprobiert, ob sie ihre Milch und daraus entstehende Produkte nicht selbst vermarkten könnten. Das klappt inzwischen wunderbar, ihre Produkte sind mittlerweile auch überregional zu bekommen.

 

Zuerst gab es einen Blick ins Käselager, dann erfuhren wir wie der Käse gemacht wird. Der wichtige Rohstoff Milch entscheidet über Geschmack und Konsistenz. Überraschend war, dass die  Milch von Kühen, die mit Heu gefüttert wurden, sich anders, und zwar besser entwickelt als von Kühen, die nur Silage bekommen. Aus diesem Grund wurde eine Heutrocknungsanlage gebaut, damit nun alle Kühe mit Heu gefüttert werden können.

 

Danach hat uns Hinnerk Bruns den landwirtschaftlichen Betrieb gezeigt. Da gerade Melkzeit war, kamen die Kühe von der Weide, und wir konnten sie im Melkstand beobachten und auch in die Ställe sehen.

 

Nach diesen Informationen wurde uns ein Imbiss aus den verschiedenen Käse- und Frischkäsesorten, sowie Salami und Milch gereicht. .Zum Abschluss  wurde noch eifrig die Möglichkeit genutzt, im Hofladen einzukaufen. 


Tag des apfels am 29.09.2018 in Strückhausen

 

 

 

Informationen rund um Apfelsorten: In Strückhausen tauschten sich (von links) Gisela Hecht, Ann-Christin Müller,Traute Suhr, Lene Büthe, Judith Bernhard, Christin Addicks und Alke Feise-Addicks aus.

Bild: Wolfgang Böning

Wissenswertes rund um Äpfel

Es konnte aus einem großen Angebot von 80 alten Apfelsorten gewählt werden. Aber auch zahlreiche Tipps für die Baumpflege im heimischen Garten hatten die Fachleute parat.

STRÜCKHAUSEN Etwas Neues hatte sich der Landfrauenverein Strückhausen einfallen lassen: Er veranstaltete die Veranstaltung „Tag des Apfels“ im und vor dem Gemeindehaus der Pastorei Strückhausen. Dafür konnten die Landfrauen mit Judith Bernhard eine echte Fachfrau gewinnen. Sie betreibt mit ihrem Mann Eckhart Brandt den Bio-Hof Königsmoor im 100 Kilometer weit entfernten Großenwörden nördlich von Stade. Unter dem Namen „Boomgarden“ wird dort Obst aus einem kontrolliert biologischen Anbau angeboten.

Mit alten Obstsorten hat sich der Obstbaumkundler Eckhart Brandt einen Namen gemacht. Nach Strückhausen hatte Judith Bernhard gleich 80 alte Apfelsorten zum Verkauf mitgebracht.

Gut angenommen wurde auch – gegen einen kleinen Obolus – das Bestimmen von Obstsorten. Dazu hatten die Besucher einige Äpfel von Obstbäumen aus ihrem Garten mitgebracht. „Meist kann ich die bestimmen“, so Judith Bernhard. Aber: „Einige Sorten ähneln sich sehr. Dann kann man die Sorte ohne weitere Test auf die Schnelle nur eingrenzen.“

Wer Geschmack auf eine alte Sorte bekommen hatte, konnte auch junge Obstbäume erwerben. Für die Fachfrau haben die alten Sorten ein großes Plus: „Da braucht man im Vorgarten nicht spritzen, die sind widerstandsfähiger.“ Und weiter erklärt sie: „Die Äpfel kann man noch normal lagern.“ Der Trend geht eindeutig zu den alten Sorten, das merkt die Obstbaumkundlerin: „Für den Hausgarten und die Streuobstwiesen wird die Nachfrage immer größer.“

Die Fachfrau konnte manch Wissbegierigem auch Tipps in Sachen Anbau, Schnitt, Krankheiten und Pflege geben. Begehrt und gekauft wurden auch einige Fachbücher.

Die Strückhauser Landfrauen um den Vorstand mit Gisela Hecht, Traute Suhrund Alke Feise-Addicks und etliche weitere Frauen brachten sich tatkräftig ein. Dazu zählten viele Kuchenspenden, und bei Waffeln, Kaffee und Tee klönten die Besucher in gemütlicher Runde. Die Strückhauser Landjugend um Ann-Christin Müller, Lene Büthe und Christine Addicks rundete das Programm mit einem Malwettbewerb zum Thema „Apfelbaum“, Kinder-Schminken und dem Spielemobil „Vier-Kirchen“ ab. „Wir sind mit dem Ablauf und dem Besuch der Veranstaltung zufrieden“, zog Alke-Feise Addicks eine durchweg positive Bilanz.

 

Wolfgang Böning, nwz 04.10.2018